
Rund 60 Feldkreuze, auf öffentlichem wie privatem Grund, prägen das Ismaninger Ortsbild.
Die Gründe für das Aufstellen eines Feldkreuzes sind ebenso vielfältig wie seine Gestaltung. Oft als Zeichen der Dankbarkeit oder zur Erinnerung an glückliche Ereignisse, oft als Gedenkstätte anlässlich von traurigen Begebenheiten, fanden und finden sie ihren Platz an markanten Stellen, am Wegesrand oder an besonders schönen Orten, die dazu einladen, für einen Moment innezuhalten.
Das Schweiger-Kreuz
Das Feldkreuz an der Senderstraße war erstmalig im Jahr 1925 von Michael und Anna Schweiger errichtet worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Kreuz Mitte der 1950er Jahre durch die Hofnachfolger Anna und Anton Sedlmair von Grund auf renoviert, vor allem zum Andenken an den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Sohn und Bruder Michael Schweiger.
Gemeindliche Aufzeichnungen belegen die Errichtung im Jahr 1925, die sich heuer zum hundertsten Mal jährt. Aus diesem Anlass ließen der Hofnachfolger Anton Sedlmair und sein Bruder, Altbürgermeister Michael Sedlmair, das stark verwitterte und eingewachsene Feldkreuz von Grund auf erneuern. Das neue Holzkreuz ist mit Kupferblech gegen Verwitterung geschützt und es wurde wieder der bisherige, vermutlich eiserne, Korpus angebracht. Auch eine kleine Erinnerungsmedaille an Bruder Konrad von Altötting, damals nach dem Weltkrieg bereits von Anna Schweiger angebracht, befindet sich wieder am Kreuzesstamm.
Im Beisein von Familie, Verwandten, Freunden und Bekannten segnete Pfarrer Dr. Markus Brunner unter Assistenz von Mesner Andreas Kristl das neue Feldkreuz.
In seiner Ansprache zeigte der Pfarrer die geschichtliche Entwicklung dieses prägenden christlichen Symboles auf und wies auf die Gestaltung des Korpus in Anlehnung an die damals neu errichtete neuromanische Ismaninger Kirche hin. Er würdigte die Erneuerung und stellte die vielen Feldkreuze auf der Ismaninger Flur als Zeugnis tiefer christlicher Verbundenheit sowie als nach wie vor schöne Zeichen des christlichen Glaubens heraus.
Foto: v. l. n. r.: Anton Sedlmair, Michael Sedlmair, Pfarrer Dr. Markus Brunner; Ursula Baumgart