
Die Energieagentur Ebersberg – München informiert:
Mit dem hydraulischen Abgleich können Sie sicherstellen, dass Ihre Heizung richtig eingestellt ist. Das senkt Heizkosten und fördert das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden!
Was ist das Problem?
Viele Heizungen arbeiten nicht optimal, weil das Heizwasser ungleichmäßig durch die Rohre fließt. Manche Heizkörper werden zu heiß, andere bleiben lauwarm. Der Grund: Das Heizungswasser verteilt sich in die kürzeren Rohrleitungen, während entfernt gelegene Heizkörper oft zu wenig abbekommen.
Wie funktioniert der hydraulische Abgleich?
Der hydraulische Abgleich beginnt mit der Ermittlung der tatsächlich benötigten Wärmemenge für jeden Raum durch einen Fachbetrieb. Dabei werden die Eigenschaften des Hauses berücksichtigt, aber auch die Lage und die Nutzung der Räume. Anschließend stellt der Fachbetrieb die Heizungsanlage so ein, dass alle Heizkörper- oder Fußbodenheizkreise genau die richtige Menge an Heizwasser bekommen. Dazu werden die Durchflussmengen an den Heizkörperventilen angepasst und – wenn nötig – die Heizkurve, Pumpleistung oder Thermostatventile optimiert.
Ist ein hydraulischer Abgleich notwendig?
Der hydraulische Abgleich ist nach GEG § 60c (Gebäudeenergiegesetz) für neu installierte Heizungsanlagen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder Nutzungseinheiten verpflichtend. Aber auch bei Bestandsanlagen ist es sinnvoll, den Abgleich durchführen zu lassen. Denn durch die gleichmäßige Verteilung benötigt die Heizungsanlage weniger Pumpenleistung und niedrigere Vorlauftemperaturen. Das spart bis zu 15 Prozent Heizenergie. Zugleich steigt der Wohnkomfort durch gleichmäßig warme Räume – kein Raum ist mehr zu kalt oder zu warm.
Wie groß ist der Aufwand?
Bei Einfamilienhäusern dauert der Abgleich meist wenige Stunden. Für die Heizungsoptimierung bekommt man 15 Prozent Zuschuss, zu beantragen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA). Bedingung: Die Anlage ist zwischen zwei und 20 Jahre alt und es wird ein Nachweis geführt.