Seit drei Jahrzehnten setzt sich die Gemeinde Ismaning für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Mit der Einrichtung einer Gleichstellungsstelle im Jahr 1996 gehörte Ismaning zu den Kommunen, die die Möglichkeiten des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes frühzeitig nutzten.

Den Grundstein legte der Gemeinderat am 8. August 1996 mit dem Beschluss, eine ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. Erste Amtsinhaberin war Ingrid Bretz. Es folgten Rosemarie Keil und von 2007 bis Juni 2014 Marianne Abelshauser. Seit Oktober 2014 übt Tanja Weisenbach dieses Amt aus.

Die Gleichstellungsarbeit erfolgt bis heute ehrenamtlich. Für die Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben stehen drei Wochenstunden zur Verfügung. Trotz dieses begrenzten Zeitbudgets konnten zahlreiche Projekte, Informationsveranstaltungen und Kooperationen umgesetzt werden.

Ein Großteil der Arbeit besteht aus vertraulichen Beratungsgesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung. Themen sind unter anderem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Chancengleichheit, berufliche Entwicklung und individuelle Anliegen im Arbeitsalltag. Der Beratungsbedarf zeigt, dass Gleichstellung auch heute ein wichtiges Thema bleibt.

Ergänzt wird die Arbeit durch Veranstaltungen, die gemeinsam mit engagierten Gemeinderätinnen organisiert werden. Sie greifen aktuelle gesellschaftliche Themen auf und fördern den Austausch.

Passend zum Jubiläumsjahr findet am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 19 Uhr im Kallmann-Museum der „Literarische Salon – Franziska Gräfin zu Reventlow“ statt. Referentin Gisela Landesberger stellt Leben und Werk der außergewöhnlichen Schriftstellerin vor. Die Veranstaltung wird von der Gleichstellungsstelle gemeinsam mit Gemeinderätinnen organisiert. Weitere Informationen folgen.

30 Jahre Gleichstellungsarbeit sind Anlass, auf das Erreichte zurückzublicken und zugleich den Blick nach vorne zu richten. Gleichstellung bleibt eine wichtige kommunale Aufgabe – für faire Chancen, gesellschaftliche Teilhabe und ein respektvolles Miteinander in Ismaning

 

Foto: Gemeinderätinnen und Gleichstellungsbeauftragte nach der Filmvorführung „Die göttliche Ordnung“ im November 2019 (v.l.n.r.): Petra Apfelbeck, Luise Stangl, Annette Ganssmüller-Maluche, Tanja Weisenbach, Silke Levermann, Irene Holler und Erna Christthaller; Ursula Baumgart

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