
Mit den ersten warmen Tagen werden wieder viele Hautflügler aktiv – darunter Wildbienen, Honigbienen, Hummeln, Wespen und Hornissen. Sie alle sind unverzichtbar für die Bestäubung von Obstbäumen sowie Wild- und Nutzpflanzen.
Im Frühjahr sind vor allem die Königinnen unterwegs: Sie suchen Nistplätze und Nahrung. Hummeln und Wildbienen sind dabei meist friedlich und stechen nur bei Bedrohung. Auch Wespen und Hornissen sind zu dieser Jahreszeit in der Regel nicht aggressiv.
Wenn Bienen schwärmen
Im Frühjahr und Frühsommer kommt es häufiger vor, dass sich Honigbienen als dichte Traube an Ästen, Zäunen oder Gebäuden sammeln. Dieses sogenannte Schwärmen ist ein natürlicher Vorgang: Ein Teil des Volkes verlässt mit der alten Königin den Stock, um ein neues Zuhause zu finden.
Auch wenn ein Bienenschwarm beeindruckend wirkt, ist er normalerweise nicht gefährlich. Die Tiere sind mit der Wohnungssuche beschäftigt und haben weder Nachwuchs noch Vorräte zu verteidigen. Wichtig ist dennoch: Abstand halten, ruhig bleiben und den Schwarm nicht stören.
Richtig handeln bei einem Bienenschwarm
Ein Bienenschwarm sollte nicht eigenständig entfernt oder vertrieben werden. Maßnahmen wie Wasser, Rauch oder mechanische Einwirkungen können den Tieren schaden und sie unnötig in Stress versetzen.
Stattdessen gilt: Fachleute informieren. Imkerinnen und Imker können Schwärme in der Regel problemlos einfangen und umsiedeln.
Wichtig: Viele Hautflügler stehen unter Schutz. Nester dürfen daher nicht eigenmächtig entfernt oder zerstört werden. Im Zweifel sollte immer zunächst geklärt werden, um welche Art es sich handelt und ob tatsächlich eine Gefahr besteht.
Bei Fragen zu Wespen und Hornissen:
Landratsamt München, Fachbereich Naturschutz, 089 6221-0; naturschutz@lra.m-bayern.de
Bei Fragen zu Honigbienen:
Imkerverein Ismaning e. V., 089 21553625-4; servus@imkerverein-ismaning.de
Außerhalb der Öffnungszeiten des Landratsamts: Andreas Zoelzer (Hornissen- und Wespenberater, Bienensachverständiger), 089 21553625-2; mindthebees@gmail.com