
Im Sommer sind Wildbienen, Honigbienen, Hummeln, Wespen und Hornissen besonders aktiv. Sie bestäuben zahlreiche Wild- und Nutzpflanzen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und zu guten Ernten.
Während Bienen und Hummeln vor allem Blüten besuchen, sind Wespen und Hornissen mit der Versorgung ihrer Völker beschäftigt. An Kaffeetischen oder Grillplätzen werden Wespen oft als störend empfunden. Sie sind jedoch grundsätzlich nicht aggressiv, sondern auf Nahrungssuche. Hektische Bewegungen oder das Anpusten der Tiere können Abwehrreaktionen auslösen.
Wenn Bienen schwärmen
Vor allem im Frühsommer können Honigbienen schwärmen. Dabei sammelt sich ein Teil des Volkes als dichte Traube an Bäumen, Zäunen oder Gebäuden, bevor ein neuer Nistplatz bezogen wird. Ein Bienenschwarm wirkt beeindruckend, ist aber meist harmlos, da die Tiere weder Brut noch Honig verteidigen. Dennoch sollten Sie Abstand halten und den Schwarm nicht stören.
Richtig handeln
Wespen- und Hornissennester sowie Bienenschwärme dürfen niemals eigenständig entfernt oder bekämpft werden. Wasser, Rauch oder andere Eingriffe versetzen die Tiere in Stress und können gefährliche Situationen verursachen. Bei Bienenschwärmen sollte eine Imkerin oder ein Imker verständigt werden, um den Schwarm fachgerecht einzufangen und umzusiedeln.
Das können Sie tun:
- Blühpflanzen fördern und auf Pestizide verzichten.
- Nistplätze ungestört lassen.
- Speisen und süße Getränke im Freien abdecken.
- Insekten nicht anpusten, schlagen oder mit Wasser besprühen.
- Bei Bienenschwärmen oder Nestern an ungünstigen Orten Fachleute kontaktieren.
Wichtig: Viele Hautflügler stehen unter Schutz. Nester dürfen nicht eigenmächtig entfernt werden. Im Zweifel sollte immer eine fachkundige Einschätzung eingeholt werden.
Bei Fragen helfen das Landratsamt München (Naturschutz), der Imkerverein Ismaning e. V. sowie zuständige Fachberater.