
Luftbild von der Kirche St.Johann Baptist in Ismaning
Angesichts des Klimawandels und der immer häufiger zunehmenden Hitzeperioden ist auch in Ismaning eine stetige Erwärmung spürbar – ganz besonders dort, wo Flächen dicht versiegelt sind und Grün fehlt. Alte Bäume wirken entgegen: Sie spenden Schatten, sorgen durch Verdunstung für nachhaltige Kühlung und können bei guter Pflege enorme Klimaleistungen erbringen.
An einem sonnigen Tag kann ein Baum mehrere hundert Liter Wasser verdunsten und so seine Umgebung abkühlen. Wissenschaftler der TU München haben die Kühlleistung von Bäumen berechnet: So kann ein gesunder, rund 20 Meter hoher Stadtbaum jährlich rund 40.000 kWh Kühlleistung erzielen. Wollte man diesen Kühleffekt mit Klimaanlagen erzielen, würde das etwa 16.000 Euro kosten. Wissenschaftler zeigen außerdem, dass diese Wirkung nur große, alte Bäume liefern können – Setzlinge oder junge Bäumchen reichen langfristig alleine nicht aus.
In Ismaning, das sich bereits durch einen wertvollen alten Baumbestand und einen hohen Anteil an Grünflächen auszeichnet, wird viel unternommen, um ältere Bäume auf öffentlichem Grund zu erhalten, zu schützen und zu pflegen sowie gezielt in neue Pflanzungen zu investieren. Denn nur wenn bestehende Bäume heute konsequent geschützt und neue Bestände vorausschauend aufgebaut werden, bleibt unser Ort auch künftig lebenswert und grün – gerade in Zeiten des Klimawandels.
Aber auch private Grundstückseigentümer können einen wertvollen Beitrag leisten. Jeder Baum zählt – vor allem, wenn er wachsen und alt werden darf. Wer bereits alte Bäume besitzt, schützt damit nicht nur ein Stück Natur, sondern auch das Mikroklima vor der eigenen Haustür. Und wer Platz für neue Bäume hat, investiert in die Zukunft – für sich selbst, für Nachbarn und für kommende Generationen.
Foto: Klaus Leidorf