An Sträuchern und Bäumen sind derzeit auffällige weiße Gespinste zu beobachten. Dabei handelt es sich um die Gespinstmotte. Aufgrund der Gespinste wird sie häufig mit dem Eichenprozessionsspinner verwechselt. Doch während der Eichenprozessionsspinner gesundheitsschädlich sein kann, geht von der Gespinstmotte keine Gefahr für Menschen oder Tiere aus.

Die Gespinstmotte – auffällig, aber ungefährlich

Die Raupen der Gespinstmotte überziehen Äste und Zweige mit dichten, weißen Gespinsten und können die betroffenen Pflanzen kahl fressen. Kein Grund zur Sorge: Die Raupen besitzen keine giftigen Brennhaare und lösen keine allergischen Reaktionen aus. Die betroffenen Sträucher und Bäume treiben in der Regel noch im selben Jahr wieder aus.

Typische Merkmale der Gespinstmotte:

  • Weiße Gespinste an Sträuchern und Bäumen
  • Gelbliche Raupen mit schwarzen Punkten
  • Nur schwach behaart
  • Leben innerhalb der Gespinste
  • Keine Prozessionsbildung
  • Ungefährlich für Menschen und Haustiere

 

Der Eichenprozessionsspinner – gesundheitsschädlich

Der Eichenprozessionsspinner befällt fast ausschließlich Eichen. Seine Raupen bilden ab dem dritten Larvenstadium feine Brennhaare aus, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Diese können Hautreizungen, Augenentzündungen und Atemwegsbeschwerden auslösen.

Typische Merkmale des Eichenprozessionsspinners:

  • Vorkommen fast ausschließlich an Eichen
  • Graubraune, stark behaarte Raupen
  • Bilden charakteristische „Prozessionen“
  • Nester am Stamm oder an stärkeren Ästen
  • Gesundheitsschädliche Brennhaare

 

In Ismaning wurden derzeit lediglich Gespinstmotten festgestellt. Ein Befall mit dem Eichenprozessionsspinner ist bislang nicht bekannt. Dennoch ist ein Auftreten grundsätzlich möglich. Im benachbarten Garching wurden bereits Eichenprozessionsspinner entdeckt und betroffene Bereiche vorsorglich abgesperrt.

 

Wer Raupen oder Gespinste entdeckt, sollte genau hinschauen: Weiße Gespinste mit gelb-schwarzen Raupen deuten meist auf die harmlose Gespinstmotte hin. Prozessionsartig wandernde, stark behaarte Raupen an Eichen können hingegen auf den Eichenprozessionsspinner hindeuten.

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