Mit einer gut besuchten Vernissage wurde am 17. Mai im Schlossmuseum Ismaning die neue Sonderausstellung „Kraut, Torf und Odel – Die verschwundenen Gerüche Ismanings“ eröffnet.

Die Ausstellung widmet sich einem ungewöhnlichen Thema: dem Geruchssinn und seiner Bedeutung für Erinnerung, Kulturgeschichte und Alltagsleben.

In ihren Eröffnungsreden betonten Bürgermeister Dr. Alexander Greulich und Museumsleiter Dietrich Maurer die besondere Kraft von Gerüchen. Düfte seien eng mit Erinnerungen und Emotionen verknüpft und könnten Geschichten über Arbeit, Landwirtschaft, Handwerk und gesellschaftlichen Wandel erzählen. Im Mittelpunkt stehen dabei Gerüche, die einst das Leben in Ismaning prägten – vom charakteristischen Duft des Ismaninger Krauts über Torf und Stallgerüche bis hin zu den Gerüchen von Werkstätten, Brennereien und Alltagsgegenständen.

Die Ausstellung lädt die Besucherinnen und Besucher dazu ein, Geschichte nicht nur zu sehen, sondern auch zu riechen. Zahlreiche Duftstationen vermitteln Eindrücke vergangener Lebenswelten und zeigen zugleich, wie sehr sich die Geruchslandschaft durch technische Entwicklungen, veränderte Arbeitswelten und moderne Hygienestandards gewandelt hat.

Das Schlossmuseum Ismaning ist Mitglied im Museumsverbund „Landpartie. Museen rund um München“. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Verbundes zeigen die Museen derzeit Sonderausstellungen zum Thema „Mit allen Sinnen.“ Mehr Infos unter https://www.landpartie-museen-muenchen.de (externer Link).

Foto: Wolfgang Voith

 

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