
Seit dem Dreikönigstag heißt es auch in Ismaning wieder “Aber heid is koid”, wenn das Bauerntheater Ismaning den Schäfflertanz in und um Ismaning aufführt.
Seit dem Jahre 1928 treten die Mitglieder des Theatervereins im siebenjährigen Rhythmus auf – mit einer Ausnahme, dem Jahr 1942.
Die Tänzer tragen das traditionelle Zunftgewand der Fassmacher, bestehend aus weißen Strümpfen, einer schwarzen Kniebundhose und einer roten Jacke mit weißer Weste, die ein schwarzes Stoffband, dass sogenannte Pestband, kreuzt. Das Band erinnert an die Geschichte des Tanzes, waren es doch die Schäffler, die nach der Pest die ersten waren, die sich wieder auf die Straßen trauten und die Leute damit aus ihren Häusern herauslockten. Zur Zunfttracht gehört zudem ein grüner Hut mit weißblauer Feder.
Der Auftritt beginnt mit dem Einmarsch zum “Bayerischen Defiliermarsch“. Die gesamte Mannschaft (Fähnrich, Vorstand, Reifenschwinger, Gärtner und Tänzer) marschieren mit ihren Buchsbögen ein und tanzen die Figuren Schlange, Gartenhaus, Kreuz und Krone. Es folgen dann das Kreiseln und das Chargieren. Während dem Chargieren wird in der Mitte des Kreises, das Fertigen eines Fasses angedeutet, bei dem einer der Ringe auf ein Fass geschlagen wird. Nun haben die Reifenschwinger ihren Auftritt: Sie lassen den Gastgeber des Tanzes hochleben. Zu den Klängen des “Erzherzog-Albrecht-Marsches” marschieren die Schäffler schließlich aus.

Während des Auftritts malen die Kasperl Herzen auf den Wangen der Zuschauer und verkaufen Postkarten als Andenken.

Die Schäfflersaison 2026 begann am 6. Januar, dem Dreiköningstag; der letzte Auftritt ist der Rosenmontagsball des Bauerntheaters Ismaning am 16. Februar.
Damit die Figuren auch stimmig sind und ein schönes Bild ergeben, wurde bereits Anfang Oktober zweimal in der Woche intensiv geprobt.
Informationen zum Schäfflertanz des Bauerntheaters Ismaning, übrigens stets begleitet von der Feldkirchener Blaskapelle, finden Sie auf der Instagramseite des Vereins oder auf bauerntheater-ismaning.de.
Gemeinde Ismaning