Gravitationswellen sind Erschütterungen des Raum-Zeit-Gefüges, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Albert Einstein sagte sie im Jahr 1916 auf der Grundlage seiner allgemeinen Relativitätstheorie voraus. Sie entstehen immer dann, wenn Massen beschleunigt werden. Fast genau 100 Jahre später hatte man endlich Gewissheit: Gravitationswellen wurden erstmals direkt experimentell gemessen. Weit entfernte Schwarze Löcher waren kollidiert, verschmolzen miteinander und versetzten die Raumzeit kurzzeitig in heftige Schwingungen. Mit den LIGO-Detektoren in den USA – Laserinterferometer, die viele Kilometer lang sind – konnte das nachgewiesen werden. Dieser Durchbruch wurde mit dem Physik-Nobelpreis des Jahres 2017 gewürdigt. Dr. Andreas Müller, Astrophysiker und Chefredakteur von »Sterne und Weltraum« sowie Autor des Sachbuchs »10 Dinge, die Sie über Gravitationswellen wissen wollen«, präsentiert in seinem Vortrag jüngste Entwicklungen in der Astronomie mit Gravitationswellen.
Kursnr.: E1331K

