Der Waldrapp ist ein Zugvogel, der vor 400 Jahren in Europa ausgerottet wurde und jahrhundertelang als Fabeltier galt, bis er Ende des 19. Jahrhunderts am Roten Meer wiederentdeckt wurde. Mehrfach gab es Versuche, in Zoos nachgezüchtete Tiere auszuwildern – vergeblich! Seit 2002 arbeiten Biologen und Piloten vom „Waldrappteam“ an einer ungewöhnlichen Methodik, diesen exotisch wirkenden Schopfibis wieder in Europa heimisch zu machen. Schon seit einigen Jahren brütet der Wildvogel nun in Burghausen, Kuchl bei Salzburg und Überlingen am Bodensee. Die Population in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz betrug Ende 2025 bereits wieder 323 Tiere. Wie war dieser Erfolg möglich? Welche Anpassungen waren nötig? Zugleich lauern – wie auf alle Zugvögel – nach wie vor Gefahren durch Stromleitungen, Wilderei und neuerdings durch den Klimawandel. Welche Zukunft hat dieser ungewöhnliche Vogel bei uns und weltweit?
Dipl.-Biologe Markus Unsöld (Zoologische Staatssammlung München), seit 2003 beim Waldrappteam und selbst zweimaliger Ziehvater, berichtet über die Entstehung und die aktuellen Entwicklungen dieses spannenden Artenschutz- und Forschungsprojekts und zeigt einmalige Aufnahmen und Filmsequenzen.
Kursnr.: E1387K

