
Leider landen Flaschenverschlüsse aus Kork oft im Müll – dabei ist Kork ein wertvolles Naturprodukt, das vielseitig wiederverwertet werden kann.
Herkunft
Kork ist ein jahrhundertealtes, nachhaltiges Naturmaterial. Er stammt aus der Rinde der Korkeiche, die vor allem in Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und Nordafrika wächst.
Diese Korkeichenwälder sind nicht nur Produktionsstätten, sondern auch wertvolle Kulturlandschaften. Sie bieten Weide- und Ackerflächen, Jagdgebiete und Brennholz. Gleichzeitig schützen sie den Boden vor Erosion, speichern Wasser und binden durch die wiederkehrende Rindenbildung deutlich mehr CO₂ als ungenutzte Wälder.
Auch ökologisch sind sie von großer Bedeutung: Rund 13.000 Pflanzenarten sind von Korkeichen abhängig, ebenso viele Tiere. Zugvögel wie Störche und Kraniche nutzen die Wälder als Rast- oder Überwinterungsorte. Doch da Kork zunehmend durch synthetische Materialien ersetzt wird, geht die Nutzung der Korkeichenwälder leider zurück.
Gewinnung und Verwendung
Für die Korkgewinnung wird die Rinde vorsichtig mit Hohlmessern abgeschält – ohne den Baum zu beschädigen. Heute bestehen viele Flaschenkorken aus Korkgranulat, also zerkleinertem Kork. Dieses Material findet vielfältige Anwendung: in Dämmstoffen, Bodenbelägen, Schuhen sowie Alltagsgegenständen wie Pinnwänden oder Untersetzern.
Recycling
Kork lässt sich hervorragend recyceln. In Ismaning können Sie Ihre Korken am gemeindlichen Wertstoffhof abgeben. Dort werden sie sortiert, von Fremdstoffen befreit und zu Granulat geschreddert, das anschließend weiterverarbeitet wird.
Leider werden derzeit nur etwa 10 % aller Flaschenkorken recycelt. Helfen Sie mit, diesen Anteil zu erhöhen! Das Recycling schafft nicht nur Arbeitsplätze für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung, sondern unterstützt auch Naturschutzprojekte in den Korkeichenwäldern.