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Garchinger Wissenschaftler analysiert ehrenamtlich Luftdaten der Region

Schon seit September 2019 messen die NordAllianz-Kommunen die lokale Luftqualität. Von vorneherein stand dabei ein Ziel für die Bürgermeister fest: die gemessenen Schadstoffdaten sollen transparent und kostenlos im Netz für alle Interessierten zum Download zur Verfügung stehen.

Open Data: kommunale Daten für die Allgemeinheit
Das Veröffentlichen von nichtpersonenbezogenen Daten, wie beispielsweise Luftdaten, ist im Zuge der Digitalisierung schon länger ein wichtiges Thema für Kommunen. Unter dem Motto ‚Open Data‘ stellen inzwischen viele Städte und Gemeinden ihre Daten Bürgerinnen und Bürgern, aber auch der Wissenschaft und Wirtschaft, kostenfrei zur Verfügung. Die Idee dahinter stammt aus dem Internet, wo Projekte von vielen Ehrenamtlichen als sog. ‚Open Source‘-Projekte gemeinsam weiterentwickelt werden. Das wohl bekannteste Open Source Projekt ist das Online-Lexikon Wikipedia. Genau das ist auch das Ziel von Open Data: Kommunen möchten mit dem Veröffentlichen von Daten Informationen für die Allgemeinheit frei zugänglich machen – und gleichzeitig auch das Wissen der Gemeinschaft nutzen, sodass am Ende alle voneinander profitieren können.

Citizen Science in der NordAllianz
Nun hat das Open Data-Projekt der Veröffentlichung der NordAllianz-Luftdaten schon einen ersten großen Erfolg zu verbuchen. Der Garchinger Wissenschaftler des Max-Planck-Institut Dr. Thomas Zastrow beschäftigt sich schon seit längerem in seiner Freizeit mit dem Thema Luftqualität. In seiner Freizeit hat er bereits selbst Feinstaubsensoren gebaut und Luftdatensätze aus Stuttgart und London gemeinsam mit einer Gruppe anderer Interessierter analysiert. Durch eine Pressemeldung ist er im Oktober 2019 auf das NordAllianz-Projekt aufmerksam geworden. Doch beim Herunterladen der Daten von der Website war ihm ein Fehler im Dateiformat aufgefallen, woraufhin er die NordAllianz-Geschäftsstelle kontaktierte.
Aus der E-Mail entstand ein reger Austausch mit der Geschäftsstelle, wobei Zastrow anbot, die Daten auszuwerten. Ein Luftdatensatz aus der eigenen Heimat zu bekommen, so Zastrow, ist natürlich viel spannender, als Daten anderer Städte zu analysieren.

Silvester und der Corona-Lockdown: zwei einschneidende Ereignisse
Für die Analysen hat Zastrow zunächst eine eigene Software programmiert. Diese sammelt die Daten, bildet Tagesmittelwerte und visualisiert diese anschließend in der gewünschten Form. Farbcodierungen und Graphen helfen dabei, die Zahlen zu veranschaulichen. Für die ersten Analysen hat er sich zwei Ereignisse herausgesucht, die einen besonders großen Einfluss auf die Luftqualität hatten: Am letzten Silvester führten die Raketen dazu, dass die Feinstaubwerte in die Höhe schnellten. Die Grafik zum Corona-Lockdown zeigt ebenfalls ein außergewöhnliches Bild: Der ruhende Autoverkehr zum Anfang der Ausgangssperre im vergangenen März war eine sichtbare Erholungspause für die Umwelt, insbesondere die Stickstoffdioxidbelastung, die vor allem aus Verbrennungsmotoren resultiert, ist in dieser Zeit deutlich zurückgegangen. Leider hat sich diese positive Entwicklung inzwischen wieder relativiert. Für die Zukunft ist geplant, nach einem Jahr Datensammlung, was im Herbst dieses Jahres sein wird, eine umfassende Analyse der Luftsituation in der NordAllianz vorzunehmen. Das Sichtbarmachen der Luftqualität, so das Ziel der NordAllianz, soll auch dabei helfen, Verhaltensänderungen anzuregen und Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, öfters aufs Rad zu steigen oder den ÖPNV zu nutzen.

Alle Analysen finden Sie auf https://luftdaten.thomas-zastrow.de.

Über die NordAllianz
Die Kommunen der NordAllianz Metropolregion München Nord haben sich zum Ziel gesetzt, eine gemeinsame, strategische Förderung der Wirtschaft, der Wissenschaft, des Wohnraums und der Umwelt für die Region zu betreiben und den veränderten Mobilitätsanforderungen gerecht zu werden. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit werden durch die Kommunen gemeinsam definierte Projekte zum Wohle der kommunalen Gemeinschaft und deren Entwicklung vorangetrieben und umgesetzt. Mehr Information auf https://nordallianz.de.

Kontakt:
Geschäftsstelle NordAllianz
c/o Gemeinde Ismaning
Anna-Laura Liebenstund
85737 Ismaning
Steinheilstraße 8/3. OG
Tel. 089 – 262 033 010
liebenstund@nordallianz.de

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2020-07-31T11:37:47+02:0002.08.2020|Gemeinde & Rathaus|