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Energie-Zukunft Ismaning2021-03-02T15:18:48+01:00

Energie-Zukunft Ismaning

Die Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung hat für die Gemeinde Ismaning eine zentrale Bedeutung. Es gilt die Versorgung künftiger Generationen unter Berücksichtigung verschiedener Belange sicherzustellen. Wesentlicher Bestandteil ist, den Anteil der fossilen Energieträger im Hinblick auf die Klimafolgen und die Endlichkeit der Energieressourcen zu verringern. Der Anteil an erneuerbaren Energien muss deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig sind Energieeinsparungspotentiale zu nutzen.

Die Voraussetzungen in Ismaning sind günstig:

  • Seit Beginn der 1990er Jahre hat die Gemeinde Ismaning ein Energiesparförderprogramm und eine professionelle Energieberatung (auch für private Nutzer kostenfrei vor Ort). Das Thema Energieeinsparung bleibt ein Handlungsschwerpunkt.
  • Die Gemeinde hat bei Sanierung und Neubau ihrer Objekte vorbildliche und innovative Konzepte verwirklicht.
  • Wichtig in den letzten Jahrzehnten war der Aufbau einer eigenen Kommunalversorgung (Gründung der Gemeindewerke, Übernahme der Stromversorgung, Übernahme der Gasversorgung, Nahwärmeversorgung). Damit hat die Gemeinde frühzeitig die Voraussetzungen geschaffen, im wesentlichen über Leitungen zu verfügen und auch Entwicklungen vorzugeben.

Das Projekt „Energie-Zukunft Ismaning“ geht auf einen Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2006 zurück.

  • In einem ersten aufwendigen und arbeitsintensiven Schritt wurde eine Bestandsaufnahme vorgenommen; das Projekt EnEff Wärme – Pilotprojekt Ismaning; Energieleitplanung wurde federführend von der TU München, Lehrstuhl für Bauklimatik und Haustechnik, betreut. Umfänglich wurden ökologische Energie- und Wärmeversorgungsmöglichkeiten geprüft. Das Ergebnis des Bundes-Forschungsprojekts ist der Energie-Nutzungsplan Ismaning.
  • Von den Ebert-Ingenieren wurde das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Projekt „EnEff Wärme: Geothermie Ismaning“ untersucht; begleitet von der Firma eta Energieberatung, die Wirtschaftlichkeit der Geothermie dargestellt hat.

Erneuerbare Energien

Sonnenenergie

In Ismaning sind einschließlich der gemeindlichen Anlagen 302 Solaranlagen mit zirka 4.300 m² Fläche zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung und 160 Fotovoltaikanlagen mit rund 5.000 kWp Leistung bei zirka 50.000 m² (5 ha) Dachfläche zur Stromproduktion installiert worden. Dadurch werden derzeit gut 1/10 des örtlichen Stromverbrauchs vor Ort produziert.

Tiefengeothermie

Der Gemeinderat hat im März 2011 das Geothermieprojekt Ismaning beschlossen. Im Dezember 2011 wurde die Wärmeversorgung Ismaning GmbH & Co.KG (WVI) gegründet.

Die Wärmeversorgung hat bereits in den ersten beiden Jahren ihrer Tätigkeit die gesteckten Ziele mehr als erreicht. Zum Jahresbeginn 2014 wurden bereits 250 Häuser mit regenerativer Energie aus Tiefengeothermie versorgt, heute (Stand Oktober 2020) sind 1.170 Gebäude angeschlossen; das Leitungsnetz hat zwischenzeitlich eine Länge von mehr als 50 Kilometern.

Mehr Informationen erhalten Sie auf den Seiten der WVI.

Beteiligung Innkraft Bayern GmbH & Co.KG (Strom aus Wasserkraft)

17 Gesellschafter der Innkraft Bayern GmbH & Co. KG (darunter auch die Gemeinde Ismaning) halten einen Anteil von 3,4 % an den vom österreichischen Stromunternehmen VERBUND betriebenen Innkraftwerken.

Allein im Jahr 2018 konnten rund 23 Millionen kWh Ökostrom aus den elf Inn-Laufwasserkraftwerken für Ismaning gewonnen werden. Für die Gemeinde Ismaning bedeutet dies, dass knapp 30 % des gesamten Ismaninger Stroms aus Wasserkraft bezogen werden kann. Allen Strombeziehern der Stromversorgung Ismaning GmbH (SVI) wird damit ohne Aufpreis ein erheblicher Anteil Ökostrom geliefert. Denn während Strom von anderen regenerativen Erzeugungsanlagen zum Teil erheblich subventioniert wird, behauptet sich der Strom aus Wasserkraft zu den üblichen Marktkonditionen.

Beteiligung Energieallianz Bayern (Strom aus Windkraft)

Die Gemeinde Ismaning ist Mitglied der Energieallianz Bayern, ein Verbund von 30 Bayerischen Stadt- und Gemeindewerken zur Schaffung regionaler, ökologischer Stromerzeugung. Damit ist Ismaning auch am Betrieb dreier Windparks in der Oberpfalz und in Sachsen-Anhalt beteiligt. Der Ismaninger Anteil der Stromgewinnung aus Windkraft entspricht der Jahresversorgung von rund 1.300 Haushalten. Auch wenn der in den Windanlagen reinökologisch erzeugte Strom nicht in Ismaning verbraucht wird, so werden die dort ge