Energie-Zukunft Ismaning

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Energie-Zukunft Ismaning2018-04-06T10:08:31+00:00

Energie-Zukunft Ismaning

Die Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung hat für die Gemeinde Ismaning eine zentrale Bedeutung. Es gilt die Versorgung künftiger Generationen unter Berücksichtigung verschiedener Belange sicherzustellen. Wesentlicher Bestandteil ist, den Anteil der fossilen Energieträger im Hinblick auf die Klimafolgen und die Endlichkeit der Energieressourcen zu verringern. Der Anteil an erneuerbaren Energien muss deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig sind Energieeinsparungspotentiale zu nutzen.

Die Voraussetzungen in Ismaning sind günstig:

  • Seit Beginn der 1990er Jahre hat die Gemeinde Ismaning ein Energiesparförderprogramm und eine professionelle Energieberatung (auch für private Nutzer kostenfrei vor Ort). Das Thema Energieeinsparung bleibt ein Handlungsschwerpunkt.
  • Die Gemeinde hat bei Sanierung und Neubau ihrer Objekte vorbildliche und innovative Konzepte verwirklicht.
  • Wichtig in den letzten Jahrzehnten war der Aufbau einer eigenen Kommunalversorgung (Gründung der Gemeindewerke, Übernahme der Stromversorgung, Übernahme der Gasversorgung, Nahwärmeversorgung). Damit hat die Gemeinde frühzeitig die Voraussetzungen geschaffen, im wesentlichen über Leitungen zu verfügen und auch Entwicklungen vorzugeben.

Das Projekt „Energie-Zukunft Ismaning“ geht auf einen Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2006 zurück.

  • In einem ersten aufwendigen und arbeitsintensiven Schritt wurde eine Bestandsaufnahme vorgenommen; das Projekt EnEff Wärme – Pilotprojekt Ismaning; Energieleitplanung wurde federführend von der TU München, Lehrstuhl für Bauklimatik und Haustechnik, betreut. Umfänglich wurden ökologische Energie- und Wärmeversorgungsmöglichkeiten geprüft. Das Ergebnis des Bundes-Forschungsprojekts ist der Energie-Nutzungsplan Ismaning.
  • Von den Ebert-Ingenieren wurde das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Projekt „EnEff Wärme: Geothermie Ismaning“ untersucht; begleitet von der Firma eta Energieberatung, die Wirtschaftlichkeit der Geothermie dargestellt hat.

Erneuerbare Energien

In Ismaning sind (einschließlich der gemeindlichen Anlagen) 302 Solaranlagen mit ca. 4.300 m² Fläche zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung und 160 Fotovoltaikanlagen mit ca. 5.000 kWp Leistung bei ca. 50.000 m² (5 ha) Dachfläche zur Stromproduktion installiert worden. Dadurch sind derzeit gut 1/10 des örtlichen Stromverbrauchs vor Ort produziert.

Tiefengeothermie

Der Gemeinderat hat im März 2011 das Geothermieprojekt Ismaning beschlossen. Im Dezember 2012 wurde die Wärmeversorgung Ismaning GmbH & Co.KG (WVI) gegründet.

Die Wärmeversorgung hat bereits in den ersten beiden Jahren ihrer Tätigkeit die gesteckten Ziele mehr als erreicht. Zum Jahresbeginn 2014 wurden bereits 250 Häuser mit regeneraiver Energie aus Tiefengeothermie versorgt, heute sind 846 Gebäude angeschlossen; das Leitungsnetz hat zwischenzeitlich eine Länge von 44 Kilometern.
Mehr Informationen erhalten Sie auf den Seiten der WVI.

Beteiligung Innkraft Bayern GmbH & Co.KG (Strom aus Wasserkraft)

17 Gesellschafter der Innkraft Bayern GmbH & Co. KG (darunter auch die Gemeinde Ismaning) haben einen Anteil von 3,4 % an den vom österreichischen Stromunternehmen VERBUND gehaltenen Innkraftwerken erworben.

Knapp 4.000 kW Wasserkraftleistung werden seit 2013 für das Gemeindegebiet (ca. 1/3 des Stromabsatzes; Grundlast) bereitgestellt. Der Einsatz ist eine langfristige Investition, weil ökologischer Strombezug für die nächsten Jahrzehnte im namhaften Bereich gesichert wird.

Für die Gemeinde Ismaning bedeutet dies, dass ca. 30 % des gesamten Ismaninger Stroms aus Wasserkraft bezogen werden kann. Allen Strombeziehern der Stromversorgung Ismaning GmbH (SVI) wird damit ohne Aufpreis ein erheblicher Anteil Ökostrom geliefert. Denn während Strom von anderen regenerativen Erzeugungsanlagen zum Teil erheblich subventioniert wird, behauptet sich der Strom aus Wasserkraft zu den üblichen Marktkonditionen.

Beteiligung Energieallianz Bayern (Strom aus Windkraft)

Die Gemeinde Ismaning ist Mitglied der Energieallianz Bayern, ein Verbund von 30 Bayerischen Stadt- und Gemeindewerken zur Schaffung regionaler, ökologischer Stromerzeugung.

Die Energieallianz hat 2010 einen Windpark in der Oberpfalz mit 11MW-Leistung gekauft. Die Die Gemeindewerke haben einen Anteil von gut 500 kW gesichert.