Joe Biden hat die Wahl zwar mit 4 Millionen Stimmen Vorsprung gewonnen. Der Sieg fiel jedoch lange nicht so deutlich aus, wie von den meisten Analysten erwartet. Donald Trump lag überraschend knapp dahinter und hat sogar mehr Stimmen erhalten als bei der Wahl 2016. Die Ergebnisse bestätigen eindrucksvoll die Polarisierung der USA. Wichtigster Faktor ist dabei die Spaltung zwischen Stadt und Land. Diese Spaltung ist nicht nur eine Frage der politischen Präferenzen, es ist ein Unterschied der Lebensstile, der kulturellen Praktiken und moralischen Überzeugungen. Die viel diskutierten Echokammern und medialen Blasen, in denen sich bspw. die überzeugten Trump-Wähler bewegen, so dass sich noch immer hartnäckig die Erzählung von der „geraubten Wahl“ halten kann, ist selbst nur ein Aspekt dieser Differenzen.
Der Vortrag möchte die Polarisierung zwischen Stadt und Land vor dem Hintergrund tieferer sozio-kultureller Verschiebungen näher beleuchten.
Michael Hochgeschwender ist Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie im Amerika-Institut der LMU München.
In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Verein Ismaning.
Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung (in jedem Fall erforderlich!) zwischen „Präsenz“ und „Online“. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
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