Energiesparförderung

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Energiesparförderung2018-03-27T11:05:23+00:00

Energiesparförderung

Waren früher für die Schonung der begrenzten fossilen Energievorräte und der drohende Treibhauseffekt die Beweggründe für Energiesparmaßnahmen, steht jetzt der Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkt aufgrund der gestiegen Energiepreise mehr im Vordergrund. Die Preise für fossile Energien haben sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Wirtschaftlich sind mittlerweile Maßnahmen, die bis zu 70 % geringeren Energieverbrauch im Gebäudebestand bewirken können. Von einer entsprechen weiteren Steigerung der Rohölpreise gehen Experten aus. Ebenso bezweifelt fast niemand mehr die Bedrohung durch die Klimaveränderung. Diese zeigt sich nicht nur in extremen Wettersituationen, sondern insgesamt auch deutlich in volkswirtschaftlichen Schäden und schlimmsten Falls in der Angst vor einer Destabilisierung der Welt.

Es sind deshalb auch auf kommunaler Ebene weitere Anstrengungen notwendig. Die Gemeinde hat 2006 den Beschluss gefasst, genauere Untersuchungen zu möglichen Energieeinsparungsmaßnahmen zur rationelleren Energieerzeugung und Nutzung Erneuerbarer Energien durchführen zu lassen („Energie-Zukunft Ismaning“).

Energiesparförderung hat einen hohen Stellenwert in Ismaning: Seit 1992 gibt es ein Energiesparförderprogramm: Energiesparförderung für Wohn- und Gewerbegebäude.

 Richtlinien für das Förderprogramm herunterladen

 Antragsformular für gemeindlichen Zuschuss herunterladen

Energiespartipps

Der Energieverbrauch (in abnehmender Reihenfolge am Gesamtenergieverbrauch pro Haushalt) für Heizung, Warmwasserbereitung, Haushaltsgeräte, Kühlen und Gefrieren, Waschen und Spülen, sowie für Licht kann schon mit wenigen Kniffen gesenkt werden. Ohne dabei auf Komfort zu verzichten.

Informationen hierzu gibt es in der Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ (in der Umweltabteilung erhältlich) oder unter www.NEI-DT.de. Denken Sie auch beim Kauf von Fernseher, DVD-Player, PC usw. an den Stromverbrauch. Auch hierüber können Sie sich unter “EcoTopTen – Fernsehgeräte” informieren. Bei Kühl- und Gefriergeräten zeigt eine Wertung von A (geringer Verbrauch) – G (hoher Verbrauch) den Energieverbrauch an. Seit 2004 gibt es noch die Effizienzklassen A+ und A++.

Bundesweit werden jährlich alleine für die Stand-by-Schaltungen ca. 20,5 Milliarden kWh Strom verbraucht. Ziehen Sie also den Stecker oder verwenden Sie eine Steckdosenleiste mit Netzschalter. Das kann Ihnen z. T. Ersparnisse von bis zu 100 € im Jahr ermöglichen.

Bei jedem Öffnen der Ofentür gehen ca. 20% der Wärme verloren. Deshalb sollte die Sichtkontrolle von außen durchgeführt werden.
Wählen Sie keinen Standplatz neben dem Backofen, der Spül- oder Waschmaschine aber auch nicht in Heizungsnähe oder in der Sonne. Lässt die räumliche Situation eine Trennung nicht zu, fügen Sie eine Isolierschicht dazwischen ein.
Wählen Sie eine optimale Temperatur für den Kühlschrank. Für den Normalbetrieb reichen 7C aus. Nutzen Sie die Temperaturdifferenzen der verschiedenen Fächer. Im untersten Fach herrschen die kältesten Temperaturen, die darüber liegenden Fächer sind wärmer. Die Obst- und Gemüsefächer und die Türe sind die wärmsten Bereiche des gesamten Kühlschrankes. Lassen Sie den Kühlschrank nicht länger als notwendig offen und stellen Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank. Tauen Sie regelmäßig ab, da eine dicke Eisschicht viel Energie verbraucht. Auch intakte Dichtungen sind für das Energiesparen wichtig. Sie verreisen für eine längere Zeit? Dann schicken Sie doch auch Ihren Kühlschrank in den Urlaub!
Zum Garen von Speisen aber auch von Eiern reicht eine fingerdicke Menge Wasser am Topfboden aus, der Deckel verhindert das Entweichen des Wasserdampfes. Der Energieverbrauch sinkt um ca. ein Viertel. Schnellkochtöpfe senken den Stromverbrauch um die Hälfte.
Erhitzen Sie Wasser mit dem Wasserkocher und nicht auf dem Herd, das verbraucht weniger Strom. Beim nächsten Mal Nudeln kochen daran denken und das Wasser mit dem Wasserkocher vorkochen und dann in den Topf füllen.
Kochen Sie mit Gas, das schont Ihren Geldbeutel und unsere Umwelt, da die direkte Verbrennung weniger Energieverlust ergibt, ungenutzt verpuffende Nachwärme, wie beim Elektroherd, gibt es nicht. Um beim Elektroherd die Nachwärme zu nutzen, schalten Sie einfach den Herd eher aus.
Die Mikrowelle verbraucht weit mehr Energie als die Herdplatte! Aufbacken von alten Semmeln oder Brot geschieht besser mit dem Toaster als mit dem Backofen und Auftauen sollten Sie nicht im Backofen oder in der Mikrowelle sondern durch frühzeitiges Herausnehmen der gefrorenen Speisen.
Heizung aus und Fenster weit öffnen, das bringt viel frische Luft und die Wände kühlen nicht aus. Dies ist wichtig, um Kondenswasserbildung und damit Schimmelbildung zu verhindern. Gerade im Winter daher keine Fenster kippen. Luft kann hinter eng an Wände gestellte Möbel nicht zirkulieren, das könnte auch zu Schimmelbildung führen. Rücken Sie daher Möbel etwas von der Wand ab.
Offene Heizungsrohre gut isolieren, die Umwälzpumpe überprüfen und ggf. durch sparsamere Pumpen austauschen. Denken Sie auch an eine regelmäßige Entlüftung der Heizkörper. Die Wohlfühltemperatur in Innenräumen liegt zwischen 18 – 20C. Schlafräume und Flure sind in der Regel kühler. Auch ein (programmierbarer) Thermostat bringt Vorteile. Türen zu wenig oder gar nicht beheizten Räumen sollten Sie schließen. Zum einen heizen Sie sonst diese Räume mit, zum anderen schlägt sich die wärmere Luft an den kalten Wänden nieder und es kann zu Schimmelbildung kommen. Achten Sie darauf, ob Ihre Heizkörper mit Möbeln oder Vorhängen verdeckt sind, das schluckt Heizenergie. Schließen Sie abends die Rollläden. Das hält die Wärme in Haus und Wohnung. Schließen Ihre Fenster und Türen richtig? Haben Sie Wärmeschutzverglasung und Dämmung?
Sie sparen ca. 80 % Strom und sind für eine lange Brenndauer optimal. Häufiges An- und Ausschalten ist hingegen ungünstig. Da Energiesparlampen Quecksilber enthalten dürfen diese nicht über den Restmüll, sondern über den Wertstoffhof entsorgt werden.
Der Warmwasserverbrauch wird dabei um ca. 60% gesenkt. Bei der Verwendung eines Sparduschkopfes können Sie den Wasserverbrauch nochmals reduzieren ohne an Komfort einzubüßen. Stellen Sie beim Einseifen das Wasser ab, denn in 3 Minuten laufen ca. 20 Liter Wasser durch den Ausguss. Auch durch schnelle Reparatur tropfender Armaturen sparen Sie Wasser, auch die Verwendung von Einhebelmischern spart Wasser, da weniger Durchlauf nötig ist, um die gewünschte Temperatur zu erhalten.
Suchen Sie sich nicht die Hauptwaschzeiten aus, sondern waschen Sie werktags nachmittags und abends aus. Waschen alle gleichzeitig führt dies zu einer maximalen Belastung der Kraftwerke und Klärwerke. Waschen Sie nur bei voller Wäschetrommel, denn die ½ Taste spart nur ca. 1/3 an Wasser und Strom ein. Verzichten Sie auf den Vorwaschgang bei normal verschmutzter Wäsche und ebenso auf Kochwäsche. Letztere ist nur sinnvoll für Kranken- oder Säuglingswäsche, der Energieverbrauch ist doppelt so hoch wie bei einer 60C Wäsche!
Wollen Sie einen Wäschetrockner nutzen, achten Sie auch hier auf die unterschiedlichen Modelle, die Programmwahl passend zur Wäschemenge und auf eine regelmäßige Wartung. Auch Wäsche trocknet unterschiedlich schnell, befüllen Sie Ihren Wäschetrockner daher mit Textilien, die eine ähnliche Trockenzeit haben. Entnehmen Sie die getrocknete Wäsche so bald wie möglich, das reduziert den Bügel- und damit wiederum den Energieaufwand. Wäschetrockner zählen zu den größten Stromfressern im Haus, ein 4 Personenhaushalt kann im Jahr bei Verzicht auf den Wäschetrockner ca. 80 € Stromkosten sparen.
Mittlerweile schneidet die Spülmaschine im Vergleich zum Abwasch von Hand beim Energie- und Wasserverbrauch fast schon besser ab. Dies ist natürlich individuell sehr unterschiedlich. Bei sparsamer Dosierung der Reinigungsmittel, Inbetriebnahme ausschließlich bei voller Maschine, Ausnutzung der Sparprogramme und Wahl der Gerätegröße passend zur Haushaltsgröße ist die Geschirrspülmaschine eine zeitsparende Alternative zum Abwasch von Hand.