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1941 befahl der Reichsführer-SS und Herr über die NS-Konzentrationslager, Heinrich Himmler, die Errichtung von Bordellen für KZ-Häftlinge. Der Grund dafür waren die ökonomischen Interessen der SS. Die KZ waren nicht nur Orte des Terrors und des Massenmordes, sondern auch Produktionsstätten. Jedoch war die Produktivität angesichts der katastrophalen Lebensbedingungen und der permanenten Gewalt sehr gering. Mit den Bordellen wollte Himmler einen Anreiz für besserer Arbeitsleistungen der männlichen Häftlinge schaffen.
Im KZ Dachau eröffnete im April 1944 ebenfalls ein Bordell für Häftlinge. Es befand sich im hinteren Teil des Häftlingslagers nahe der Gärtnerei. 19 Frauen mussten in Dachau Sex-Zwangsarbeit leisten. Die Geschichte des Dachauer Lagerbordells und das Schicksal der Frauen wurde viele Jahre lang in der offiziellen Geschichtsschreibung ignoriert.
Dr. Robert Sommer forschte mehr als zehn Jahre zum Thema Lagerbordelle und veröffentlichte 2009 sein Buch “Das KZ-Bordell. Sexuelle Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern”, das in diesem Jahr neu aufgelegt wurde.

Details

Datum:
10. Mai 2021
Zeit:
19:30 - 21:00
Eintritt:
7,00Euro
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Kultur- und Bildungszentrum Seidl-Mühle
Mühlenstr. 15 - 19
Ismaning, 85737 Deutschland
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Telefon:
089 37063560
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