Die demographischen Trends sind eindeutig: Die Menschen werden im Durchschnitt immer älter. Und der statistische Anstieg der Lebenserwartung trifft auf die Schrumpfung der Bevölkerung. Folglich ändert sich deren Alterszusammensetzung – der Anteil der Alten wird immer größer. Das hat viele Konsequenzen, für die meisten wird die Lebensphase nach der Erwerbstätigkeit länger, allerdings steigt inzwischen das Renteneintrittsalter an und der Anteil derer nimmt zu, die auch nach der Rente noch zusätzlich arbeiten wollen oder gar müssen. In einer Gesellschaft des langen Lebens wird es damit immer wichtiger, danach zu fragen, was sich im Alter genau ändert, wie ältere Menschen lernen und sich weiterbilden, welche Lernformen und Lernarrangements den vielfältigen Lebenslagen und Biografien dieser Gruppe entsprechen. Der Vortrag möchte anhand aktueller Forschungsergebnisse diskutieren, wie Menschen im höheren Alter Kompetenzen erwerben und lernen.
Prof. Schmidt-Hertha ist LMU Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungwissenschaft und Moderator der Expertengruppe “Weiterbildung in einer Gesellschaft des langen Lebens” im BMBF. Darüber hinaus ist er Gutachter für internationale Fachzeitschriften sowie Gründer des Europäischen Forschungsnetzwerks: “Education and Learning of Older Adults”.
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