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Apfelbäume aus der Streuobstwiese vielleicht bald in Ihrem Garten?

Ein leichter Wind und schon fliegen sie: die hübschen weißen Blüten der Äpfelbäume…
Die rund 100 Apfelbäume auf der gemeindlichen Streuobstwiese am Goldachhof stehen in voller Blüte.

Die Streuobstwiese der Gemeinde erfreut uns immer wieder. Ob gerade jetzt zur Baumblütezeit oder später, wenn es an die Ernte der leckeren Äpfel geht. Doch neben dem visuellen und dem geschmacklichen Genuss, hat sie weitaus mehr zu bieten!

Streuobstwiesen stellen nicht nur für uns Menschen eine wertvolle Kulturlandschaft heimischer Obstsorten dar, sondern sie bieten vor allem zahlreichen Tieren, etwa Vögeln – insbesondere baumbrütenden Vogelarten wie Spechten und Meisen -, aber auch Steinkäuzen, Fledermäusen, Schmetterlingen, Reptilien und seltenen Pflanzenarten einen Lebensraum. Ihre Bedeutung für den Arten-, Grundwasser-, Klimaund Landschaftsschutz, aber auch für den Tourismus ist sehr groß.

Wir in Ismaning sind sehr froh, dass wir eine gemeindliche Streuobstwiese bewirtschaften dürfen. Wir erklären, warum die Streuobstwiesen in der Landschaft so wertvoll sind:

  • Die Kombination von Baum und Wiese schafft optimale Lebensbedingungen für viele Tier- und Pflanzenarten. Ein einziger Apfelbaum bietet beispielsweise Lebensraum für 1.000 wirbellose Tierarten. 40 verschiedene Vogelarten wurden in manchen Streuobstwiesen gezählt. Darüber hinaus beherbergen die blühenden Wiesen bis zu 5.000 verschiedene Tierarten. Streuobstwiesen sind angesichts der Verdrängung durch den Menschen oftmals letzte Refugien für bedrohte Arten, gleichzeitig aber auch Verbindungselemente von Biotopen. Zur Erweiterung des „Wohnraumangebotes“ haben wir im Juli 2019 einen Lebensturm vor Ort geschaffen.
  • Regionales Streuobst besteht oftmals aus alten Lokalsorten mit intensivem Geschmack und geringem Allergiepotential. Die Pflege der Streuobstwiese trägt damit auch zum Erhalt der Sortenvielwalt bei.
  • Kurze Transportwege sparen CO2 und sorgen dafür, dass das Obst erst dann geerntet wird, wenn es vollreif ist und am besten schmeckt.
  • Im Unterschied zu Obstplantagen wird Streuobst extensiv (mit verhältnismäßig geringem Aufwand) bewirtschaftet. Es wird eher an organische Dünger und Nützlinge gesetzt.
  • Das Wurzelsystem der Bäume sowie die Gräser und Wiesenkräuter dienen als Erosionsschutz des Bodens.
  • Streuobstwiesen wirken als Windschutz und als Frischluftproduzent.
  • Vor allem während der Blütezeit verschönern Streuobstwiesen unser Landschaftsbild.
  • Muss ein Baum doch einmal gefällt werden, freuen sich Drechsler, Musikinstrumentenbauer und Möbeltischler. Sie haben die optisch attraktiven unddauerhaften Obsthölzer als begehrte Alternative zum unersetzlichen Tropenholz wiederentdeckt. Auf klimaschädliche Ferntransporte kann damit verzichtet werden.

Einen beträchtlichen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen kann jeder von uns leisten, indem sie sich für regionale und saisonale Streuobstprodukte entscheiden und auf das optisch scheinbar makellose, zu allen Jahreszeiten verfügbare und in der Regel mit hohem Dünger- und Spritzmitteleinsatz erzeugte Plantagenobst verzichten.

Ismaning, als landwirtschaftlich geprägte und für den Naturschutz aktive Gemeinde, möchte mehr Obstbäume im Ortsgebiet aufblühen lassen. Dazu verschenkt die Gemeinde im Herbst an interessierte Ismaninger*innen erstmals rund 100 Apfelbäume in vier Sorten, unter anderem auch die, die in der Streuobstwiese am Goldachhof stehen. Nähere Informationen folgen.

Halten Sie also die Augen offen. Es wäre doch schön, wenn im nächsten Jahr die hübschen Blüten in Ihrem Garten tanzen…

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2020-04-28T19:53:29+02:0028.04.2020|Gemeinde & Rathaus, Umwelt & Energie, Wohnen & Leben|