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Die Geschichte der Juden im europäischen Mittelalter war keineswegs nur eine Geschichte Verfolgung und Diskriminierung. Es gab in der Frühzeit der Stadtentwicklung eine richtige Blütezeit des Zusammenlebens, während der die jüdische Bevölkerung praktisch rechtliche Gleichstellung, sogar Privilegien genossen und hoch angesehen in der städtischen Gesellschaft waren. Sie galten als Träger der Naturwissenschaften und Philosophie und hatten somit eine wichtige Rolle als Kulturvermittler inne. Nicht selten waren die Leibärzte und Finanzberater der Herrscher jüdischer Herkunft. Die Niederlassung von Juden in der Stadt und die Gründung eigener Gemeinden wurde von den Stadtherren gewünscht, sie versprachen sich davon eine Belebung des städtischen Marktes und einen Ausbau der Handelsgeschäfte. Im Allgemeinen waren die Juden gut in die städtische Gesellschaft integriert.
Der Vortrag fokussiert sich auf die Darstellung der Bedeutung jüdischen Lebens und Arbeitens für die mittelalterliche Gesellschaft und insbesondere die Stadtentwicklung. Er wird die positiven Phasen ausleuchten, aber auch die Gründe für den allmählichen Wandel in der gesellschaftlichen und rechtlichen Stellung der Juden diskutieren.
Jörg Schwarz ist seit März 2020 Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Innsbruck. Er ist besonders für seine guten Lehrveranstaltungen ausgezeichnet worden.
Die Veranstaltung wird nur online angeboten. Die Zugangslinks erhalten Sie nach Anmeldung.

Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Details

Datum:
14. April 2021
Zeit:
19:30 - 21:30
Eintritt:
7,00Euro
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Ismaning, Bayern 85737 Deutschland Google Karte anzeigen